10 Häufig gestellte Fragen zur Schule

  1. Welche Kinder werden in die Montessori Schule St Johann aufgenommen?

    Die Montessori Schule St Johann steht grundsätzlich allen Kindern offen, unabhängig von Religion, Hautfarbe, Geschlecht und Einkommen der Eltern. Bevorzugt aufgenommen werden Kinder, die bereits das Montessori Kinderhaus in St Johann besucht haben. In Ausnahmefällen und wenn das Kind bereits Erfahrung in einer Montessori Einrichtung gesammelt hat, ist auch ein Quereinstieg möglich. Die Entscheidung fällt die Schulleitung nach ausführlichen Vorgesprächen mit den Eltern und dem betroffenen Kind.
     
  2. Sind alle Kinder geeignet für die Montessori Pädagogik?

    Die Montessori Pädagogik eignet sich für Kinder mit allen Begabungsrichtungen. Wenn Montessori Schülermalen, zeichnen, plastizieren oder bildhauen, geht es dabei nicht so sehr um das Ergebnis, als vielmehr um den Prozess. An dem Prozess erüben die Kinder und Jugendlichen eine Vielzahl von Fähigkeiten über das rein künstlerische Gestalten hinaus. Montessori PädagogInnen sind bestrebt, den Verstand, die Kreativität und die Persönlichkeit ihrer Schüler gleichgewichtig zu entwickeln und auf die jeweiligen Entwicklungsstufen best möglich einzugehen.
     
  3. Stimmt es, dass es in der Montessori Schule keine Noten und keine Tests gibt?

    Ja, das stimmt. Es gibt allerdings als Alternative sehr profunde Dokumentationen über die Arbeits- und Entwicklungsfortschritte der Kinder in den jeweiligen Entwicklungsstufen. Während der Übertrittsphase in die Regelschule werden die Kinder gezielt auf Prüfungssituationen vorbereitet.
     
  4. Stimmt es, dass die Kinder in der Montessori Schule keine Hausübungen bekommen?

    Hausübungen sind in der Regel nicht vorgesehen, da Kinder in der Zeit, in der sie an der Schule sind (7:30 bis 12:30 Uhr) sehr intensiv arbeiten. Es kommt aber vor, dass Kinder von sich aus, Hausübungen machen möchten. Dabei werden sie selbstverständlich von den PädagogInnen unterstützt.
     
  5. Stimmt es, dass die Kinder in einer Montessori Schule tun können, was sie wollen?

    Nein, das stimmt natürlich nicht. Ganz im Gegenteil, Montessori Schüler haben ein recht großes Arbeitspensum, das sie durch die Arbeit mit den Entwicklungsmaterialien und der kosmischen Erziehung zu erledigen haben. Sie werden bei diesem Prozess aber ganz gezielt auf selbständiges Arbeiten und Dokumentieren vorbereitet.
     
  6. Kommen Kinder mit dem Umstieg in das Regelschulsystem zurecht?

    Der Umstieg in die nächste Schulstufe erfolgt in Österreich zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt in der Entwicklung des Kindes, nämlich mit 10 Jahren. Dadurch haben Kinder, egal ob Montessori Schüler oder Schüler aus dem Regelsystem, sehr oft Schwierigkeiten sich mit dem neuen System in der Hauptschule oder im Gymnasium zurecht zu finden. In der Regel verfügen aber Montessori Schüler über eine große Selbständigkeit und innere Sicherheit, die Ihnen hilft sich rasch auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.

  7. Was heißt Schule mit Öffentlichkeitsrecht?

    Die Montessori Schule St Johann ist eine Schule in konfessioneller Trägerschaft mit Öffentlichkeitsrecht. Sowohl Schulleitung als auch Geschäftsführung arbeiten eng mit dem zuständigen Bezirksschulrat und Landesschulrat für Tirol zusammen. Es wird dabei insbesondere auch darauf geachtet, dass der Lehrplan für die österreichischen Volksschulen im Rahmen des Montessori Unterrichts erfüllt wird.
     
  8. Stimmt es, dass alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden?

    Montessori Schüler werden in altersgemischten Gruppen unterrichtet, da durch viele Studien in der Entwicklungspsychologie (siehe insbesondere auch Neurobiologe Gerald Hüther) belegt ist, dass Lernen in Altersmischung die optimalste Form des Lernens darstellt.
     
  9. Erfüllen die Kinder nach dem Besuch der Montessori Schule den Lehrplan der öster. VS?

    Ja, das wird ua gewährleistet durch die regelmäßige Inspektion von Bezirksschulrat und Landesschulrat (1 bis 2 Mal jährlich).

  10. Was heißt kosmische Erziehung?

    Maria Montessori betrachtet die kosmische Erziehung, die sie erst ab 1935 theoretisch und praktisch entfaltet hat, als Grundstein der Schulerziehung. Die Basis bildet eine umfassende Sicht von Mensch und Welt. Maria Montessori stützt sich für ihre Weltsicht wissenschaftlich auf eine Analyse beobachtbarer Phänomene in der Natur, Kultur und Gesellschaft und deren Interpretation im Anschluss an die Evolutionstheorie. Montessori Schüler lernen sehr früh, in großen Zusammenhängen zu denken.